Urahn Sammler suchte nur nach Nahrung,
um seines kargen Lebens Unterhalt zu finden.
Heute sammeln, das zeigt die Erfahrung,
die Menschen aus ganz andern Gründen.

Der Hamsterer zum Beispiel meint, er müsse
für sich und seiner Kinder Zukunft sorgen.
Drum häuft er vieles an in seiner Hütte
und hofft, daß es im Werte steigt bis morgen.

Des Freundes schöner Dinge bunte Sammlung
all das, was seine Sinne freut, enthält.
Er fragt nicht nach dem Wert und der Entwicklung,
sondern trägt zusammen, was gefällt.

Der Bewahrer dagegen, aufs höchste beglückt,
sammelt, um Schätze der Menschheit zu erhalten.
Beharrlich trägt er zusammen Stück um Stück,
kann schließlich ein schönes Museum verwalten.

Der Forscher sammelt, analysiert und berichtet,
um Wissenschaft in das Sammelgebiet zu bringen.
Auch er fühlt sich dem Wohl der Menschheit  verpflichtet
und erwirbt besondere Kenntnis von den Dingen.

 

Der Eitle trachtet, häufig mit Besessenheit,
nach dem Besitz von Seltenheiten, Unikaten,
um sein Gefühl der Leere und der Minderwertigkeit
mit seinen Schätzen zu verjagen.

Der verkappte Händler mehrt sein Kapital.
Für Schnäpchen jagt er um die halbe Welt.
Wenig zahlen, viel kassieren - wofür ist ihm egal,
allein sein Vorteil ist es, der ihm zählt.

Der Geizige schlußendlich häuft die Dinge an,
nicht weil zum Sammeln es ihn triebe.
Nur weil er sich nicht trennen kann,
scheint es als ob auch er das Sammeln liebe.

In diesen Charakteren findet Mensch sich wieder
oder fügt vielleicht noch seine Mischung zu.
Urahns Sammeltrieb schlägt sich auf alle Fälle nieder
die zeitgemäße Äußerung kommt nur hinzu.

Was treibt den Sammler, der uns heute zugekehrt?
Wir wissen’s nicht. Ist auch ganz gleich.
Denn wichtig ist allein: er reitet unser Steckenpferd
und macht damit aufs Neue unser Sammlerleben reich.

Prof. Querulix

BrfmSfd15kl

Sammlertypen
 

 

 

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